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Eine Woche Pokémon Go - Spaß oder Risiko?

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Aloha zusammen,

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Beispiele der Augmented Reality in Pokémon Go

in nahezu keinem Medium kann man sich dem Wahn von Pokémon Go entziehen und auch ich habe mich in einem Selbstversuch parallel zum Connect-Event seit letztem Montag, mit dem Spiel jeden Tag damit mehr oder weniger beschäftigt, um mir eine eigene Meinung darüber zu bilden. Nachdem das Spiel in Deutschland offiziell am Mittwoch, den 13. Juli veröffentlicht wurde, habe ich verbotenerweise schon 2 Tage eher begonnen, die erweiterte Realität am eigenen Leib zu erfahren.

Aller Anfang ist schwer?

PokemonGo01.jpg

Startbildschirm mit Beschreibungen

Nachdem ihr euch die App heruntergeladen habt, kann es auch schon losgehen.

Ihr erstellt euren Charakter, erhaltet eins der 3 Anfangspokémon (Schiggy, Glumanda oder Bisasam) und findet euch, nach dem Einschalten eures GPS´s auf der virtuellen Karte wieder, die der realen Welt sehr stark ähnelt. Man erkennt die Straßen und Häuserumrisse und so könnt ihr euch auch direkt orientieren und auf große Pokémonjagd gehen. Euer Charakter wird von einem Radius umkreist, indem Pokémons in eurer Nähe sichtbar werden. Taucht es in eurem Radius auf, geht es auch schon ans Fangen...

Anders als im Spiel oder der Fernsehserie müsst ihr euren Gegner aber nicht schwächen, sondern bewerft ihn einfach mit einem Pokéball und drückt die Daumen, dass es nicht wieder heraushüpft oder gar wegläuft. Nach zwei, drei wackeligen Bewegungen des Pokéballs und viel Daumendrücken solltet ihr es geschafft haben. Genau hier setzt die „Augmented Reality“ ein, denn man hat die Möglichkeit mit Hilfe der Handykamera ein Pokémon in die reale Welt hineinzuprojizieren. 

Ein neues Pokémon wird direkt in eurem Pokédex registriert und bringt euch einen ordentlichen Schwung an Erfahrungspunkten. Auch Pokémon von denen ihr bereits ein Exemplar gefangen habt, solltet ihr erneut fangen, denn jeder Fang bringt zum einen Erfahrungspunkte und viel wichtiger, die speziellen Poké-Bonbons und Sternenstaub. Die Bonbons und der Sternenstaub werden zum Weiterentwickeln benötigt. 

Weiterentwicklungen

An sich widerspricht sich auch hier das Handy-Spiel wieder extrem der Serie oder den bisher veröffentlichten Spielen. Man benötigt kein bestimmtes Level zur Weiterentwicklung und auch keine speziellen Steine, wie Blatt- oder Donnerstein. Stattdessen müsst ihr nur genügend Pokémon derselben Art gefangen haben, um genügend Bonbons und Sternenstaub für eine Weiterentwicklung zu besitzen. 

Dabei ist es sehr wichtig zu wissen, dass die Bonbons pokémonspezifisch sind und der Sternenstaub für ALLE Weiterentwicklungen oder „Auflevelungen“ genutzt wird. Je nachdem, ob ihr die erste oder zweite Entwicklungsstufe durchführen wollt, benötigt ihr natürlich eine unterschiedlich große Anzahl an Bonbons. 

Auch die eigentlichen Erwartungen - dass beispielsweise aus einem Flegmon nur durch ein Muschas ein Lahmus werden kann, finden hier keine Beachtung. Ähnlich, aber dennoch viel spannender, verhält es sich mit einem Evoli. Jeder Pokémon-Fan weiß, dass man bei diesem süßen Ding 3 Wege wählen kann, um es entweder in ein Elektro, Feuer- oder Wasserpokémon weiterzuentwickeln. Das funktioniert hier auch, allerdings fast zufällig. Wer den Zufall umgehen möchte, kann in den Tricks lesen, wie man seinen Wunsch konkret beeinflussen kann.

Pokéstops

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Beispiel eines Pokéstops

Wie jedem mittlerweile bekannt sein sollt, ist man bei Pokémon Go gezwungen, durch die Gegend zu laufen/fahren, um seinen Erfolg beim Fangen zu erhöhen. Dabei ist es ein Stück weit mit Geocaching vergleichbar, da überall auf den Karten, kleine, blaue Würfelchen (Pokéstops) verteilt sind. An diesen Pokéstops gibt es durch Drehen des Anzeigebildes Geschenke wie Pokébälle, Tränke, Beleber und auch Pokéeier.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, mit Hilfe von Lock-Modulen, Pokéstops -für jeweils 30 Minuten- für Pokémon attraktiver zu gestalten. Dafür wählt ihr auf dem blauen Pokéstop das kleine weiße Feld aus und setzt ein Lock-Modul ein. Davon profitiert dann übrigens nicht nur ihr, sondern alle Spieler in der Nähe dieses Pokéstops. Erkennbar wird es für jeden durch die kleinen rosa Herzchen-Blätter, die dort herumfliegen.

Arenen

Nachdem ihr Level 5 erreicht habt, könnt ihr euch für eins von 3 Teams entscheiden: Team Weisheit (blau), Team Wagemut (rot) oder Team Intuition (gelb). Dabei spielt es theoretisch gesehen keine Rolle, welche Team man wählt, da alle Teams kräftemäßig identisch sind und kein spezieller Bonus mit einem Eintritt verbunden ist. Vielmehr sorgt man für ein gewisses Gruppengefüge, um den Wettkampf- und auch Teamgedanken zu fördern. Seht ihr auf eurer Karte einen Turm, kann dieser nur in 4 Farben dargestellt werden - rot, blau, gelb oder weiß.

Trägt der Turm eure Teamfarbe, so habt ihr die Möglichkeit, dort zu trainieren, um das Prestige eurer Arena zu verbessern. Das ist quasi die Anerkennung, die ihr durch die Siege gegen gegnerische Teams errungen habt. Doch wir sind derzeit im selben Team und möchten unsere Pokémon gegen die in der Arena bereitgestellten Pokémon antreten lassen. Anders als in Gegnerkämpfen, können die Arena-Pokémon nicht verletzt oder geschwächt werden. Klar werden jetzt alle sagen, das ist ja auch unser Team, da gilt friendly Fire. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht, denn dieses „friendly Fire“ gilt nur in Richtung der Arena-Pokémons. Somit können eure eigenen sehr wohl Schaden erleiden oder gar sterben (der Beleber kann dann aber wieder Abhilfe schaffen, also keine Panik). Für jeden Sieg in einer heimischen Arena steigert ihr das Arenaprestige um 100 Punkte. Maximal können in einer Arena übrigens 10 Pokémon platziert werden.

Die 2. Variante beschäftigt sich mit den weiß-farbigen Arenen. Das sind Arenen die bisher noch keine Teamzugehörigkeit haben. Klickt also einfach auf die Arena und besetzt sie mit einem eurer Pokémons, damit es euer Team vertreten kann.

Die letzte Variante wäre eine Gegnerarena. Zeigt eine Arena nicht eure Teamfarbe oder weiß an, habt ihr die Möglichkeit, diese Arena für euer Team zu gewinnen. Dafür klickt ihr auf die Arena, stellt euer Team zusammen und müsst nun alle Gegner bezwingen. Während des Kampfes seht ihr am oberen linken Bildschirmrand kleine blaue Balken. Sobald ein solcher Balken voll ist, könnt ihr einen Spezialangriff starten, indem ihr nicht schnell auf den Gegner klickt, sondern den Gegner länger angeklickt haltet. Dabei ist es wichtig, dass ihr an die Angriffsmechanismen denkt, die der Pokémon-Fan aber sowieso schon kennt (z.B. Wasserpokémon sind stark gegen Feuerpokémon). Ihr seht auch vor Beginn des Kampfes, welche Gegner euch erwarten.  Natürlich zählt auch für die Arenen die Nähe des Trainers an der jeweiligen Position, seid ihr zu weit entfernt, könnt ihr keine Arena nutzen, egal ob sie euch, einem anderen Team oder niemanden gehört.

Tipps & Tricks zum Spielen

  • Gerade zu Beginn ist es wichtig, dass ihr wirklich alle Pokémon fangt, die euren Weg kreuzen - jeder Fang bringt euch Erfahrungspunkte, spezielle Poké-Bonbons und Sternenstaub
  • Wenn ihr besonders schnell leveln wollt, entwickelt jedes Pokémon um eine Stufe, bevor ihr es an den Professor schickt. Klar kostet das Sternenstaub, aber die Erfahrungspunkte für eine Weiterenwicklung rechtfertigen dies ziemlich schnell wieder.
  • Wer seinen Akku schonen will, verzichtet auf die „AR“-Perspektive und aktiviert in den Einstellungen (in-game) den Energiesparmodus.
  • Ihr könnt die Fangrate erhöhen, indem ihr den Pokémon eine Himibeere vor dem Fangen zuwerft.
  • Ihr könnt die Fangrate weiterhin erhöhen, indem ihr den Ball vor dem werfen im Kreis rotiert.
  • Um die Weiterentwicklung von Evoli zu beeinflussen, musst du es vor der Weiterentwicklung umbenennen. Sparky=Blitza, Rainer=Aquana, Pyro=Flamara Die Namen begründen sich in den Evolibrüdern aus der Serie und das wurde in den USA bereits ohne Probleme getestet. Sollte dem nicht mehr so sein, schreibt es doch bitte in die Kommentare.
  • Denkt bei Arenakämpfen an eure zweite Attacke (die ihr auslöst, indem ihr lange auf den Gegner drückt) und das Ausweichen (nach links oder rechts wischen).
  • Um 19:00 Uhr wechselt die Ansicht automatisch in die Nachtsicht.
  • Wer als Anfangpokémon Pikachu haben möchte, muss 5x die Anfrage auf ein Anfangspokémon ablehnen und einfach weiterlaufen. So wird Pikachu euren Weg kreuzen und ihr werdet es mit Leichtigkeit erhalten.

Fazit

Alles in Allem ist Pokémon Go ein lustiger Zeitvertreib, der viele Couch-Potatoes vor die Tür bringen sollte. Dabei darf man aber wirklich die Gefahr nicht unterschätzen, die mit dem ständigen Starren auf das Handy oder Tablet verbunden sind.

Videos von Leuten, die gegen Laternen laufen, oder gar ins Wasser fallen wirken vielleicht oft lustig, aber zahlreichen Autounfälle in den USA und selbst ein Absturz von einer Klippe aus 30m Höhe sprechen eine andere Sprache. 

Klar will fast jeder in die Fußstapfen von Ash & Co. treten und Pokémonmeister werden, aber da es kein konkretes Ziel gibt, ist man entweder direkt süchtig oder schnell gelangweilt.

Auch die Umwelt reagiert nicht gerade positiv darauf, wenn man die ganze Zeit mit seinem Handy beschäftigt ist. Gespräche sind noch schwieriger umsetzbar, weil man ständig abgelenkt ist und irgendwie wirken alle, wie in einer Parallelwelt.

Ich werde es sicherlich nebenbei weiterspielen, allerdings nicht mehr so exzessiv wie bisher und nur wenn ich nicht in Begleitung unterwegs bin. Gerade wenn man sich mit seinen Freunden eh schon selten sieht, sollte man die Zeit lieber mit Gesprächen als mit der Pokémonjagd verbringen.

Wie denkt ihr darüber? Habt ihr das Spiel schon ausprobiert und unterliegt der großen Pokémonsucht oder habt ihr die Lust verloren, weil sich das Kämpfen ganz anders, als in den Spielen darstellt?

Euer Tony

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