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Comic Con Berlin 2016 Header

Als Teil des Entertainment-Teams hatte ich - Aki-chan86 - die Ehre am 15. und 16. Oktober die German Comic Con Berlin 2016 besuchen zu dürfen, wovon ich euch nun berichten möchte.

Die Reihen vor der Messe in Berlin am Funkturm waren lang. Knapp 30.000 Fans von Nah und Fern nutzten die Gunst der Stunde und strömten am Samstag und Sonntag bei grauem, diesigem Wetter zur ersten German Comic Con 2016 in Berlin. Alle wollten ihre Stars und Sternchen einmal live sehen oder ihr Hobby mit Gleichgesinnten ausleben, das auf zwei - teilweise übersichtlich gehaltenen - Hallen verteilt war. So konnte man in einer bunte und farbenfrohe Welt mit den vielen vielen Ständen, Comics und Cosplayern eintauchen.

Stars

GCCB DeLorean

Der DeLorean lädt gleich zu einer Fahrt ein

Am Eingangsbereich erwartete einen gleich der DeLorean vor entsprechender Kulisse, in dem man sich für einen Obolus fotografieren lassen konnte. Schwer verwunderlich, Stargast der Convention war Doc Brown-Darsteller Christopher Lloyd. Er kam wegen seiner bodenständigen Art sehr gut bei den Zuschauern an und man konnte viel aus seiner langjährigen Karriere erfahren. (Sei es nun "Falsches Spiel mit Roger Rabbit Wikipedia-Minilogo", "The Addams Family" oder weniger bekannte Werke, wie den Horrorstreifen "Schizoid", für den er mit Klaus Kinski Wikipedia-Minilogo vor der Kamera stand.)

Auch bei den anderen Stargästen hatte man eine ausgewogene Mischung verpflichten können. Egal ob Sci-Fi, Fantasy, Horror oder Comicverfilmung, für jeden Fan war etwas dabei. James Marsters (bekannt als Spike aus "Buffy"), der bereits am Freitagabend ein Konzert im Rahmen der Convention hatte, war trotz des wenigen Schlafs sehr gelassen. Er verriet, dass ihm Deutschland auch sehr gefällt und befasste sich natürlich auch mit ernsteren Themen. Wirklich begeistert und überrascht hatten dann vor allem jedoch der sympathische Greg Grunberg (aus "Star Wars", "Lost", "Heroes" und "Star Trek" bekannt) und Ray Park (als Darth Maul bekannt), die beide Male jeweils im Doppelpack auftraten. Beide Male schafften sie es das Publikum zu begeistern und natürlich auch zum Mitmachen zu animieren. Sie berichteten auf witzige Weise von ihren Erfahrungen bei den Drehs für Star Wars und den lustigen Problemen bei den Stunts.

GCCB 2016 Greg Grunberg Panel

Sehr unterhaltsame Gäste: Greg Grunberg und Ray Park

Neben den zuvor aufgezählten gab es auch noch einige andere Stars in Panels zu bewundern. Science Fiction-Fans kamen mit den Auftritten von Sylvester McCoy, Billie Piper ("Doctor Who") und Famke Janssen ("X-Men") auf ihre Kosten. Fantasy Fans konnten sich u.a. auf Christopher Lambert (Star der Filmreihe "The Highlander") und den zwei Darstellern aus "Harry Potter" Natalia Tena und Devon Murray freuen. Ebenso stand Natalia Tena mit ihrer Kollegin Ellie Kendrick im Game of Thrones-Panel Rede und Antwort. Doch es gab noch viele weitere mehr, wie Robert Engelund Wikipedia-Minilogo, Ken Kirzinger Wikipedia-Minilogo, Amanda Bearse Wikipedia-Minilogo und Chad L. Coleman Wikipedia-Minilogo. Auch die Bandbreite der Cosplayer war wieder sehr groß: Von Eigenkreationen und "Asterix", über "InuYasha" und "Sword Art Online" bis hin zu allen möglichen "Doctor Who"-Inkarnationen.
Dennoch war es aktuell nicht verwunderlich, dass einem nicht selten eine Harley Quinn, ein Joker oder eine Daenerys über den Weg liefen. Doch seht selbst!

Comics, Mangas und mehr

Nicht nur die Panels der Stars waren interessant. Auch die kleinen Panels des Comicbereiches oder der Cosplay-Szene waren gut besucht. Man kommt dort aus dem Staunen nicht mehr heraus, da es viel bekanntes aber auch einiges Neues zu entdecken galt.

GCCB 2016 Don Rosa

Don Rosa erzählte in einem Panel über die Arbeit an seinen Werken

Insbesondere kamen einem doch Erinnerungen an die Kindheit, wenn man z.B. "Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden" in den Händen hielt und Don Rosa live treffen durfte. Der Zeichner der seinen Figuren doch recht ähnlich sieht, war recht aufgeschlossen, freundlich und nahm sich auch Zeit für seine Fans.
Auch hatte man sich die Mühe gemacht einige italienische Zeichner wie Flavia Scuderi und Barbara Canepa (Zeichnerin von "W.I.T.C.H."), die unter anderem auch für Disney gearbeitet hatten, zu verpflichten. Doch auch viele deutsche Comic- und Mangazeichner waren vertreten. Darunter Anna Backhausen und Sophie Schönhammer. Die beiden hatten ihre Shonen-Ai-Serie "Sternensammler" bei TOKYOPOP verlegen lassen und gaben sogar in einem kleinen Panel Tipps, wie man in Deutschland am besten Mangazeichner wird und bei einem Verlag publiziert.
Aber es gab natürlich noch viele weitere, bekannte deutsche Künstler der Szene, wie z.B. Nana Yaa, Katja Reinki, Felix Pestemer und Sascha Wüstefeld. Besonders interessant und gut in der Halle platziert waren auch die kleinen Aussteller und Zeichner, von denen schon gesagt werden kann, dass diese das Angebot wirklich bereicherten und erst zu einer richtigen Comic Con machten. Man konnte dort seinen Horizont jenseits des Mainstreams (wie den altbewährten Superhelden von Marvel und DC) mit anspruchsvollen Zeichnern aus Europa erweitern. Viele dieser Comics, Mangas oder Graphic Novels können sich wirklich mit echten Kunstwerken messen.

Fazit

Insgesamt war es eine recht solide Comic Con, auch wenn es noch ein paar Dinge zu verbessern gäbe. Hatte man während des ersten Tages noch Probleme mit der Organisation, besserte sich dies wesentlich am darauffolgenden Tag. Probleme gab es auch noch bei einigen der Gänge, in denen zu manchen Programmpunkten, wie auch den Autogrammen und Photoshoots, schon arger Andrang herrschte. Die Panels waren gut moderiert, allerdings nahm man es mit der Pünktlichkeit oft nicht so genau oder es wurden Änderungen gemacht, ohne den Programmplan anzupassen. Der Hallenplan wurde beispielsweise auch erst einen Tag vor Beginn der Messe ins Netz gestellt. Zum Schluss sei noch gesagt, dass die Größe der Mainstage, genau wie die Länge der Panels die dort stattfanden, insgesamt etwas größer und länger hätte sein können. Denn die Zeit von manchmal nur 20 Minuten, reichte nach einer persönlichen Einleitung, meist nur für 4 bis 5 Fragen aus dem Publikum.

Trotz dieser kleineren Mängel kann man sagen, dass die German Comic Con in Berlin ein Erfolg war und mir sehr gut gefallen hat. Alle Zuschauer waren begeistert und rannten mit glänzenden Augen durch die Gänge. Es war eine wirklich schöne Atmosphäre, in die ich im kommenden Jahr sehr gern wieder eintauchen möchte. Die Lust auf mehr wurde ständig geweckt und so kann man nur hoffen, dass das Schema von diesem Jahr beibehalten wird noch weiter ausgebaut wird!


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