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Klosterflucht

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Flucht ins Kloster

Es gab mehrere Gründe für einen Klostereintritt, da Klöster im 15. Jahrhundert einige Rollen übernahmen, die sonst nicht unmittelbar geboten werden konnten. Somit hatten Klöster mehrere Funktionen, wie zum Beispiel die Versorgung von Menschen. Demnach bot das Kloster die Möglichkeit, dass man als einfache Person Unterschlupf finden konnte und das Kloster somit als Übernachtungsmöglichkeit, wenn nicht sogar als Waisenhaus, was ein längerfristiges Binden an das Kloster bedeutete, galt. Außerdem wurden die um das Kloster liegenden sumpfigen Böden durch Nutzbarmachung zu einer Arbeitsmöglichkeit für die Mönche oder Nonnen. Demnach wurden eigene Nutzpflanzen angebaut, um mit der Verwaltung der neuen Ländereien eigene Nahrung zu ernten. Es wurde zudem im Bereich der Botanik Forschung betrieben.Des Weiteren bot das Kloster die Möglichkeit der Seelsorge und der Predigt, wobei es darüber hinaus noch als Bildungszentren fungierte.

All dies waren Gründe, dass zum Beispiel adlige Familien ihren Kinder einen geeigneten Unterhalt gewähren wollten, da  sie für sie keine Verwendung hatten, da sie zu jung oder körperlich nicht weit genug entwickelt für militärische Lebensweisen waren und sie in ein Kloster gaben. Ein weiterer Grund für die Abgabe der Kinder in ein Kloster war, dass die Töchter aus unterschiedlichen Gründen, z.B. zu jung oder zu alt, nicht verheiratet werden konnten.  Dabei stand aber durchaus die Existenzsicherung der Familie im Vordergrund, da das  Leben im Kloster geregelt und im Vergleich zu einer militärischen Arbeit, abgesehen von der körperlich anstrengenden Feldarbeit, harmlos war. Außerdem sollten die Kinder in ihren Gebeten für das Heil der Familie beten und somit die Familie dahingehend unterstützen. 

Um die Flucht ins Kloster allgemein zu beschreiben, ist anzumerken, dass die Klöster zu der Funktion als moralische Instanz und Ort von Religiosität als Unterschlupf, Bildungszentrum und Zufluchtsort galten. Dazu lässt sich hinzufügen, dass das Kloster sowohl aufgrund einer Vielfalt der dort gebotenen Beschäftigungsmöglichkeiten, als auch durch die Stellung der Religion im 15. Jahrhundert ein hohes Ansehen hatte und somit auch die Kinder, die als „untauglich“ galten, ihre Rolle dort einnahmen und dadurch ihre Familie unterstützen konnten. Als Beispiel für die Flucht in ein Kloster gilt die Geschichte von Katharina von Bora, die bereits als 6-Jährige in ein Benediktiner-Kloster gegeben wurde und als 11-jährige in das Zisterzienserinnen-Kloster Nimbschen bei Grimma wechselte. Der Grund dafür war die wirtschaftliche Lage des verwitweten Vaters.


 

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