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Agent Carter Gif

Das Marvel-Universum boomt an allen Ecken und Enden! Ob im Kino, der Flimmerkiste oder auf Streamingportalen à la Netflix, jeder will sein eigenes Stück vom großen Marvel-Kuchen. Doch das Marvel-Universum bekommt, trotz seiner Fülle an großartigen und interessanten Charakteren, doch meist nur männlichen Zuwachs im Kino. Denn während The Wasp zwar im zweiten Ant-Man bereits im Titel zu finden ist, liegt der Captain Marvel-Film mit dem Releasedatum 2019 in weiter Ferne und die Fans von Black Widow müssen sich ebenfalls noch gedulden, um den verdienten Kinofilm bestaunen zu können. Da werden die Fans der Fernsehsparte von Jeph Loeb besser bedient. Mit Jessica Jones und der leider viel zu kurzweiligen Fernsehserie zu Agent Carter, brachte der Comicgigant zwei Superheldinnen heraus, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Aus aktuellem Anlass, nämlich der Heimkinoveröffentlichung beider Serien, widmen wir uns den toughesten aller Marvel-Helden und wollen euch erklären, was sie so einzigartig macht. 

Die Heldinnen im Vergleich

Magaret Carter - Ein Heldin ihrer Zeit voraus

Agent Magaret „Peggy” Carter ist eine Frau, mit der nicht zu spaßen ist. Die mehr oder mindere Ex-Freundin von Steve Rogers, Captain America höchstselbst, arbeitete nicht nur zu Beginn des Krieges als Code-Hackerin für die britische Regierung, nein, sie nahm später auch selbst aktiv an der Bekämpfung von HYDRA, der Wissenschaftsabteilung der Nationalsozialisten unter Johann Schmidt teil. Zu ihren Aufgaben gehörte,
Peggy Carter
neben dem Frontkampf, vor allem die Ausbildung neuer Rekruten
, wie einige davon am eigenen Leib erfahren durften. Nach dem Krieg sucht Peggy nach neuen Aufgaben. Sie will nicht mehr die vor Blödheit strotzende Sekretärin sein und ihrem Boss einen Kaffee bringen. Peggy möchte anpacken und nicht ständig den sexistischen Kommentaren ihrer Kollegen ausgesetzt sein. 

Ein Glück nur, dass ihr alter Freund und Kupferstecher Howard Stark einen Auftrag für sie hat, welchen Peggy auch ohne große Diskussionen annimmt. Zusammen mit dessen Butler Edwin Jarvis sagt sie dem Verbrechen den Kampf an und geht dabei nicht zimperlich mit den Schurken um. Zu ihren charakterlichen Defiziten gehört wohl vor allen Dingen das fehlende Zügeln ihres Temperaments. Denn wenn ihr jemand in die Quere kommt, zögert sie nicht lange und versucht auf jeden Fall ihren Kopf durchzusetzen. Was besonders in der männerdominierten Welt der 1940er Jahre zum Verhängnis werden kann. Die britische Agentin ist eine exzellent ausgebildete Nahkämpferin, Scharfschützin, Detektivin und Verkleidungskünstlerin.


Jessica Jones - Eine Frau mit düsterer Vergangenheit

Jessica Jones ist Detektivin und voll verkorkst. Ihre Eltern starben während ihrer Kindheit und so nahm die Mutter des Kinder-TV-Stars Patsy Walker, Dorothy, sie bei sich auf. Ihre Adoptivschwester Trish scheint die einzige zu sein, mit der sich Jessica wirklich versteht.

Zu allem
Jessica Jones
Überfluss entwickelten sich im Jugendalter auch Jessicas Fähigkeiten, weswegen sie superstark ist
. Als Jessica in der Vergangenheit dem Hypnotiseur Kilgrave in die Hände fällt, beginnt für sie eine Zeit voller Terror und Ängste. Durch Hypnose wird Jessica ihr freier Wille genommen und sie tut, was auch immer Kilgrave befiehlt. Dabei begeht sie den Mord an Reva Conners, der Ex-Freundin von Luke Cage und einem weiteren Opfer von Kilgrave. Dies ist für Jessica quasi ein Scheidepunkt in ihrer Geschichte.


Zu Jessica Aufgaben gehört, die Menschen von ihrer schlechtesten Seite zu kennen und nach eigenen Angaben ist sie darin hervorragend. Jessica ist die meiste Zeit schlecht gelaunt und misstrauisch, was wahrscheinlich an ihrer Paranoia liegt. Sie trinkt den lieben langen Tag und scheint den meisten Menschen gegenüber schlecht aufgelegt zu sein. Frühere Jobs in Büros gab Jessica auf. Sexistische Anmerkungen veranlassten Jessica dazu, ihren Arbeitsplatz zu kündigen und eigenständig zu werden. In New York City betreibt sie nun deshalb die Detektei Alias Investigations und klärt zumeist Ehegeheimnisse auf. In dem Glauben, dass Kilgrave gestorben sei, versucht Jessica, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Als Kilgrave aber eines Tages zurückkehrt, muss sich Jessica ihrer Vergangenheit, und damit auch Kilgrave, stellen.



Fazit

Welche Frau hat die Nase vorne?

Mit Agent Carter und Jessica Jones ist Marvel ein weiter Sprung nach vorne gelungen! Denn in einem doch eher von Männern dominiertem Genre, wie dem der Superhelden, ist es nicht unbedingt einfach dem geneigten Zuschauer zwei weibliche und dazu noch komplizierte Protagonistinnen zu präsentieren. Während Jessica Jones ein Noir-Psychothriller ist, ist Agent Carter auf jeden Fall etwas weniger düstere Kost und somit vielleicht auch eher etwas für jüngere Zuschauer und Freunde historischer Settings.

In einem Fall ähneln sich die beiden Serien sehr, was wirklich erstaunlich ist, bedenkt man doch den Zeitunterschied. Denn während Magaret „Peggy” Carter in den 1950ern verankert ist, lebt Jessica in der heutigen Epoche. Klar ist jedoch: Beide haben mehr oder minder mit einer von Männern dominierten Welt zu kämpfen, beide sind auf ihrem Gebiet wahre Koryphäen und beide kommen ohne die Hilfe von Männern aus. 

Die DVDs

Bei den DVDs selber fällt allerdings auf, dass es doch besser gehen könnte. Denn während die Bild- und Soundqualität disneytypisch, optimal sind, ist das Innenleben der DVD-Hülle leider etwas kritischer zu betrachten. Dem Otto-Normal-Konsumenten dürfte es weit weniger stören, als den Sammler. Denn die Veröffentlichung hat leider kein Wendecover, die FSK-Logos, sind sowohl auf der DVD-Hülle, als auch auf dem Pappschuber zu sehen; was ja leider neuen USK-Richtlinien geschuldet ist und daher, nicht mal ein Fehler seitens Disney darstellt. Die Sprachauswahl erstreckt sich über Deutsch, Englisch und Französisch, sodass die Freunde des O-Tons ebenfalls befriedigt sein dürften.

Jessica Jones:

  • 13 Episoden
  • 4 Discs
  • 640 Minuten Laufzeit

Agent Carter:

  • 18 Episoden
  • 4 Discs
  • 730 Minuten Laufzeit

Wer darauf Wert legt, einen wirklichen Hingucker im Regal steheh zu haben, der greift demnach eher zum streng limitierten Blu-ray-Steelbook der jeweiligen Serie und erweitert damit seine Sammlung.

Ab dem 8. Dezember sind die DVD- und Blu-ray-Box im Handel erhältlich und machen sich sicherlich nicht nur unter dem Weihnachtsbaum eines Marvel-Fans gut.

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