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Der Schatten des Pokals

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Der Fußball rollt, die Spieler rennen, die Fans rufen ihren Idolen zu, jeder schaut gebannt zu Hause auf seinen Fernseher und schwingt die Fahnen, wenn ein Tor fällt.

Jeder ist wieder stolz auf sein Land und selbst einige Deutsche, die vorher nicht zu glauben schienen, unsere Mannschaft würde es in das Viertelfinale schaffen, sind nun begeistert dabei und schmücken die Außenspiegel ihrer Autos mit Schwarz-Rot-Gold Käppchen.

Doch was passiert hinter den Kulissen? Was ist mit den Protesten gegen die WM? War da nicht was vor dem World Cup, das Brasilien auf Trab hielt? 

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Vergangenes

Nicht nur die Protestaktionen, die schon 2013 sich in den Städten ballten, machten sich breit. Medien berichteten ein Jahr vor der WM schon von massiven Problemen beim Bau der neuen Stadien und auch auf diversen Plattformen wie 9gag.com war das Thema allgegenwärtig.

Die Menschen in Brasilien wehrten sich zunächst nur mit Graffitibildern oder friedlichen Demonstrationen mit harten Worten.

Die eigentliche 20-Cent-Revolution, so beschrieben es die Brasilianer, kam dadurch ins Rollen, dass die Preise für den Nahverkehr erhöht wurden. Spätestens am 20. Juni 2013, nachdem die Polizei aus unerklärlichen Gründen die friedlichen Demonstrationen mit Tränengas-Granaten bewarf, war das der Funke im Pulverfass. Selbst vor Ureinwohnern machte die Polizei nicht halt. Diese schossen bei einer Demonstration in Rio mit Pfeilen auf die Reiterstaffel der Polizei.

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Während der WM

Auch bei der WM wird weiterhin in ihrem Schatten protestiert: Maskierte Protestteilnehmer demolieren Luxusautos (während des Spiels England gegen Uruguay), Straßensperren werden errichtet (USA gegen Ghana) und sogar ein 13-jähriger Junge äußerte sich, indem er vor dem Eröffnungsspiel nach dem Freilassen einer Friedenstaube ein rotes Band erhob, auf dem Demarcação stand (zu deutsch Abgrenzung) (Bild).

Zwar erwacht durch die vielen Siege von Brasiliens Mannschaft nun der Nationalstolz des Volkes, doch die Probleme sind weiterhin in den Köpfen der Menschen. „Jetzt halten sie es für wichtig, die brasilianische Nationalmannschaft zu unterstützen und nicht diese grundlegenden Probleme im Land zu kritisieren“, meint Gustavo Mehl, ein Aktivist gegen das derzeitige Gesundheits-, Bildungs- und Verkehrssystems.

Auch außerhalb des Landes war die Frage zu klären: Warum eine WM bei einer so hohen Armutsquote (22%; im Vergleich zu Deutschland doppelt so viel) und einem so instabilen Bildungssystem?

Die Kosten für die vielen Stadien, die Stärkung der Infrastruktur, das Management für die Unterkunft der Spieler ging in die Höhe und blieb bei 10,5 Milliarden Euro stehen, während man bedenke, dass der Berliner Flughafen im Vergleich „nur“ 5,1 Milliarden Euro bisher kostet und bei der letzten WM 32,5 Millionen ausgegeben wurden.

Und was passiert mit den Stadien? Nun, das fragen sich nicht nur die Bewohner der Städte, in denen die großen, monströsen „Elefanten“ stehen, denn es gibt in Brasilien, anders als in Deutschland, keine weitverbreiteten Top-Mannschaften im Lande und eine zweite WM wird es so schnell auch nicht geben. Dazu kommen hohe Wartungskosten, die das Land auf Dauer nicht mehr halten kann.

Es bleibt abzuwarten, ob die Stadien für Messen und Konzerte genutzt werden, oder ob sie der Zeit und dem Verfall ausgesetzt sind.

Quellen


Was ist eure Meinung über die Proteste in Brasilien? Was denkt ihr über die Stadien und über die Zukunft des Landes? Wird sich Brasilien berappeln oder weiterhin mit den Problemen leben müssen?
 
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Die Umfrage wurde am 1. Juli 2014 um 06:17 erstellt. Bisher haben 16 Nutzer abgestimmt.

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