FANDOM


MCM London Comic Con 2017

Sehr selten habe ich es erlebt, dass das Wetter in London von Nebel und Regen in einen sonnigen Sommertag umschwingen kann. Nun konnte der Mantel endlich durch einem T-Shirt ausgetauscht und eine Sonnenbrille auf die Nase gesetzt werden.

Und so begab ich mich am letzten Wochenende am 27. Mai 2017 mit kurzer Hose und einem nerdy Transformers T-Shirt auf die MCM London Comic Con und tauchte ein in die Welt von Comiclesern, Merchandisesammlern und Trading-Card-Suchtis.


Seit 2002 findet die MCM im Mai und im Oktober einmal jährlich statt. Die zwei Hallen der ExCel London im Royal Victoria Dock waren am Wochenende voll bestückt von Händlern aus aller Welt und Zeichnern aus ganz Europa, die ihre Kunst mit den Besuchern teilten. Das Thema Videospiele quetschte sich heimlich zwischen die Stände und ließ Fans die Virtual-Reality-Brillen ausprobieren. Zusätzlich gab es wie auf fast jeder großen Comic-Veranstaltung einige Interviews mit verschiedenen Special Guests aus früheren oder aktuellen TV-Serien, eine Comic Village, in der sich jeder Zeichner einen Tisch ergattern und für seine Zeichnungen werben konnte und weitere kleine Events wie Cosplay-Wettbewerbe oder Tutorials zu verschiedenen Themenbereichen.

Garrus Mass Effect Cosplay

Doch nicht nur die Lamaplüschfiguren, die Batman-Hoodies und Negans Lucille (aus Plastik natürlich!) waren Anlass die Herzen und die Augen der Fans weit aufreißen zu lassen. Während sich viele die Accessoires erst kauften, trugen andere bereits schon mächtige Gewänder, knappe Höschen oder ausgefallene Perücken.

Katie Perry Sharks


Die Cosplays waren wie immer sehr vielfältig und obwohl wir von einer reinen Comic Convention sprachen, trafen sich auch etliche Animefans. Fast jegliche Serie von Sword Art Online bis hin zu Pokemon und Kill la Kill waren durch Kostüme abgedeckt worden. Mit einem Bekannten hatte ich eine kleine Wette laufen, welches Cosplay wohl dieses Mal das meist getragene Kostüm war. Haushoch konnte ich mit Harley Quinn gegen Rey mit 62 zu 10 gewinnen. Nach Suicide Squad ist die Chaosheldin nach einem Jahr wohl immer noch einer der beliebtesten Comic-Charaktere. Anscheinend wollen wohl alle gerne mal „Daddys lil Monster” mit rot-blau gefärbten Haaren sein und ihrem persönlichen Joker hinterher rennen.

Unter den vielen allgegenwärtigen Cosplays sah man aber auch einige einzelne und wirklich gut verkleidete Fans, die sich zu Hause ordentlich den Kopf zerbrochen hatten oder einfach nur ihrer Schnapsidee gefolgt waren. So traf ich auf einen sehr gut aussehenden Garrus Vakarian aus der Mass Effect-Reihe, zwei Katie-Perry-Sharks, einen stämmigen Jean-Claude van Ramme und einen Stewie Griffin, der Leuten mit einer Tuba folgte. Meinen Hut muss ich wirklich vor einem Wookiee und einer Rainbow Dash ziehen, denen es gelungen war, in ihren Kostümen nicht zu dehydrieren.

Wer in das Thema rund um Cosplay und Verkleiden neu einsteigen oder sich die nötigen Tipps und Tricks holen wollte, hatte dafür genügend Veranstaltungen rund um Steampunk-Mode, Furry-Kostüme und dem Horn- und Flügelbau aus verschiedenen Materialien.

Und zwischen den vielen aufwendig gekleideten Elfen, Kriegern und Helden waren auch vereinzelt Stars und Sternchen zu sehen, die zwischen ihren Autogrammständen, Photo-Sessions und den Vorstellungsrunden pendelten. So erzählte Nichelle Nichols über ihre Zeit in der TV-Serie Star Trek, die Gruppe der Power Rangers aus den 90er Jahren scherzte über ihre gemeinsame Zeit und Kostüme und Mike Myers träumte weiterhin von Mr. Bigglesworth und erklärte, wie man am schnellsten zum besten Geheimagenten der Welt wird.

Transformers Autos Bumblebee MCM

Transformers 5 Hype is real!


Mein Fanherz schmolz dahin, als ich Sam Jones auf der Bühne sah und er mit seiner rauchigen Stimme und Sonnenbrille Begeisterung in die Bude brachte. Er erzählte über die Zeit vor seiner wohl bekanntesten Rolle aus Flash Gordon und wie es ihm danach erging. Es ihn mit Stolz als ihm einige Fans in der Menge erzählten, dass sie durch ihn und seinem Film das Genre Sci-Fi entdeckten und wie sehr sie ihn nach den Jahren noch immer liebten.

Zwischen den Konferenzen und dem Schlendern durch zahlreiche Verkaufsstände (Oops...da geht wohl mein Monatsgehalt hin) traf ich zwei weitere englische Wikianer namens Cavalier One (Admin des Wookieepedias) und TwoTailedFox (Gründer und Admin des Yu-Gi-Oh Wikis) mit denen ich mich ausgiebig über das allgegenwärtige FANDOM-Thema Modernisierung, die Zukunft der Wiki-Videos und die des neuen FANDOM-Designs unterhielt. Und wer weiß? Vielleicht gelangen wir einmal an dem Punkt an, an dem wir ein Fantreffen auf Conventions veranstalten und es heißt „FANDOM-Autoren unite”?


Alles in Allem war es eine sehr schöne Convention, die zwar nicht mit den großen Brüdern wie die New York Comic Con oder die San Diego Comic Con mithalten kann, dennoch aber zwischen ihnen und unseren kleinen und wachsenden Conventions in Deutschlands ihren Platz findet. Mein persönliches Highlight war die Bekanntschaften mit einigen Zeichnern der IDW Publishing Transformers-Comics und ich freue mich sie im nächsten Jahr wieder sehen zu können!

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki