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Klingentänzerin

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So, der Prolog und das erste Kapitel (zumindest der Anfang) meines Buches Klingentänzerin. Lasst Kommis da und sagt mir, wie ihr's fandet!

Prolog

Anira sah sich um. Sie wusste, was zu tun war. Im Prinzip zumindest. Also, eigentlich wusste sie es nicht. Der Plan war, diese Versammlung aufzuhalten. Nur das Wie war ein Problem. Einer der Männer, mit denen sie hergekommen war, winkte sie zu sich: „Siehst du das Loch in der Mauer? Wir müssen es vergrößern, um da durchzukommen. Lauf zu Sef und sag ihm, dass wir Werkzeug brauchen.“ Das Mädchen musterte die Wand erschrocken und meinte zögerlich: „Da werdet ihr niemals durchkommen. Ihr seid Krieger, viel zu breit für die Lücke.“ Arno sah sie drohend an: „Ich bin zu breit?“ „Natürlich nicht im Sinne von dick,“ das Mädchen wich ängstlich ein paar Schritte zurück. „Eine kleinere Person hätte keine Probleme...“ Anira roch den Braten sofort: „Vergiss es! Ich allein könnte die Versammlung eh nicht aufhalten.“ Arno legte ihr eine Hand auf die Schulter und blickte sie nachdenklich an: „Das verlangt auch niemand von dir. Du musst lediglich an den Wachen vorbei, um uns Tür und Tor zu öffnen. Der Rest erledigt sich dann mehr oder weniger von allein.“ Das Mädchen musste unwillkürlich kichern: „Wohl eher weniger.“

Da drüben ist sie! Los Männer, schnappt sie euch!“ Anira sprintete los. Sie bog um Ecken, rannte durch dunkle Gänge, hetzte durch kalte Gewölbe, verlor die Orientierung. Die Wachen blieben ihr trotzdem auf den Fersen. Das Mädchen sah über die Schulter: Das könnte sie schaffen. Sie schrie auf, als sie mit voller Wucht in einen Soldaten knallte. Anira versuchte, sich loszureißen, doch der Wachmann hob sie einfach hoch, sodass ihre Beine in der Luft strampelten. Die restlichen Soldaten waren schnell bei ihnen. Während das Mädchen verzweifelt nach Luft rang, kam der Hauptmann näher und grinste sie an: „Du warst ganz schön flink, Kleine. Bringt dir aber nix, wenn du dich hier nicht auskennst.“ Er wandte sich an seine Männer: „Legt ihr Fesseln an und bringt sie in den Kerker.“ So leise, dass Anira es nicht hören konnte, fügte er hinzu: „Bringt sie nur in eine Zelle. Bei der... Befragung möchte ich anwesend sein.“ Die Wachen banden ihr die Hände mit einem Strick so auf den Rücken, dass sie ihre Arme keine Handbreit bewegen konnte, ohne sich wehzutun. Nach einigen Minuten, die sich für Anira nur sehr schleppend hinzogen, gelangten sie zu den Verliesen. Einer der Männer stieß eine Zellentür auf, dort wurde sie an die Wand gekettet. Kaum, dass der letzte Soldat ihr Gefängnis verlassen und die Tür hinter sich zugeschlagen hatte, brach Anira erschöpft und niedergeschmettert auf dem dreckigen Boden zusammen.

Arion hielt die Truppe mit einem Handzeichen an. Er winkte seinen besten Schützen zu sich. Der Mann spähte vorsichtig um die Ecke, dann schüttelte er den Kopf: Noch nicht. Arion fluchte innerlich, sie hatten nicht viel Zeit. Sein Schütze brachte die Armbrust in Anschlag und schoss. Ein Soldat ging mit einem erstickten Gurgeln zu Boden. Wäre Ragnar nicht der treffsicherste Mann, den er kannte, hätte er ihm den Hals umgedreht. Der Hauptmann war immer noch am Leben und rief seinen Soldaten Befehle zu. Diese stellten sich im Kreis auf, ein Mädchen stand in der Mitte. Arion sah genau hin: Die Kleine wirkte ein wenig panisch und doch strahlte sie gleichzeitig eine bemerkenswerte Ruhe aus. Der Mann wunderte sich, wer sie war, dass sie Geleitschutz brauchte. Sein Blick glitt noch einmal über sie. Er kannte, dass sie offenbar eine Gefangene war, weil ihre Hände hinter dem Rücken gefesselt waren. Sirrend flogen ein paar Wurfmesser durch die Luft, dann begann der offene Kampf. Die Wachen waren zwar in der Unterzahl, dafür aber hatten sie gute Ausrüstung. Zwei von Arions Männern gingen in das raicleachtír -Land der Drachen- ein, bevor der Kampf entschieden war.

Der Hauptmann röchelte, er war schwer verletzt. Die Gefangene war kreidebleich, ihr Blick flackerte ängstlich. Panisch stolperte sie rückwärts, als einer von Arions Männern mit erhobenem Schwert auf sie zukam. Er schlug zu, aber sein Anführer blockte den tödlichen Hieb im letzten Moment. Danach beugte er sich zum Hauptmann hinunter: „Du hat versagt, Vaelin. Stirb mit diesem Wissen.“ Vaelin wollte etwas entgegnen, es kam jedoch nur ein Schwall Blut über seine schon bläulichen Lippen. Arion richtete sich auf und wandte sich zum Gehen. Ragnar kam zu ihm und fragte: „Und das Mädchen? Was sollen wir mit ihr machen?“ „Wir nehmen es mit,“ lautete die Antwort. Ragnar grinste. Sein Blick ruhte begehrlich auf der jungen Frau: „Kriegsbeute also.“ Er ging in ihre Richtung, woraufhin sie entsetzt zurückwich und über eine Leiche stürzte. Er stellte sie wieder auf die Füße und runzelte die Stirn, als er ihr schmerzverzerrtes Gesicht sah. Kurzerhand hob der Krieger sie hoch und legte sie sich wie einen Sack Mehl über die Schulter. Er trug sie trotz Gegenwehr ins Freie, wo einige Männer bereits ihre Pferde losbanden. Arion bedeutete Ragnar, das Mädchen auf sein Pferd zu setzen. Rufe erschallten, dann kamen Soldaten angerannt, die die Flüchtigen aufhalten wollten. Arions Pferd stieg, ein Pfeil bohrte sich nur um Haaresbreite von dem Mädchen entfernt in einen Baum. Der Mann schwang sich auf das Pferd und stieß ihm die Fersen in die Flanken.

Nach einer Meile kamen die Männer in einem Lager an. Arion hob die junge Frau von seinem Rappen herunter und rief einen Mann herbei: „Jorrick, bring sie in mein Zelt und versorge ihren Knöchel.“ Arion machte einen kleinen Rundgang durch das Lager, während Jorrick sich um die Gefangene kümmerte. Ragnar gesellte sich zu ihm. „War es das wirklich wert?“ fragte er: „Wir haben heute kaum etwas erbeutet. Vaelin ist tot, aber was bringt uns das?“ „Vielleicht seht es nicht danach aus, aber wir haben mehr gewonnen, als du dir vorstellen kannst.“ Zwei Sätze hallten im Kopf des Anführers immer wieder: Die Klingentänzerin ist jetzt bei uns. Der Wind dreht sich und wir werden den Krieg gewinnen.

KAPITEL 1

Arion hockte sich hin, um der Gefangenen in die Augen sehen zu können. „Wie heißt du?“ fragte er sie zum zigsten Mal. Er seufzte. „Du bist anscheinend stumm. Hör mal: Ich tue dir nichts.“ Sein Kopf fuhr ruckartig hoch, als das Mädchen unvermittelt sprach: „Ihr tut mir nichts? Ihr habt die Soldaten umgebracht.“ Es versuchte, einen Hustenanfall zu unterdrücken, was jedoch nicht gelang. Der Mann erhob sich und holte einen Lederbeutel. Er hielt ihn dem Mädchen an den Mund und meinte: „Komm, das wird dir guttun.“ Er konnte ein Grinsen nicht unterdrücken, als das Mädchen das Gesicht verzog und sich schüttelte. „Walerischer Schnaps, hilft gegen fast alles.“ Schnell drehte Arion sich weg. Schöne Frauen waren gefährlich- sie konnten einem Mann den Kopf verdrehen. Unbewusst tat die Gefangene das schon. Arion atmete durch: „Jetzt kannst du mir deinen Namen doch verraten, oder?“ Namen bedeuteten Macht. Auch das Mädchen schien dies zu wissen, denn es zögerte. Sein Name kam nur leise über seine Lippen: „Anira.“ Das Flüstern eines Windes, der Hauch einer Brise hätte ihre Stimme übertönen können, doch in diesem Moment verstummte alles. Kein Vogel zwitscherte, kein Blatt raschelte, niemand sprach. Das Alles dauerte nicht länger als ein Wimpernschlag. Das Lagerleben ging in normaler Lautstärke weiter, doch Arion erschien es wie eine Geräuschexplosion. Anira sah ihn verwirrt an, er stand dort wie gelähmt.

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