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Fanfest 2013, Reykjavik

Foppes 30. April 2013 Benutzer Blog:Foppes

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Island, Reykjavík, Fanfest 2013

Das Fanfest in Reykjavík hatte schon immer einen legendären Ruf - nicht nur für Leute, die aktiv Eve Online spielen, Scannersonden durch die Galaxien schicken, oder sich mittlerweile auf Dust 514, im freien Spiel auf der PS3 rumtreiben.

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Schon der Anflug auf die Vulkaninsel läßt erahnen, wo die Inspiration für die Grafik der Spiele herstammt, welche von CCP in Island hergestellt werden. Die Veranstaltungshalle Harpa deren Fassade an Eisberge erinnert und die auch innen hervorragende Ausblicke zuläßt, ist für die fast 2.000 Fans, die es auf diesen unwirtlichen vulkanischen Felsen im Nordatlantik geschafft haben, seit zwei Jahren ein neues Zuhause geworden. Auch wenn das Fanfest mittlerweile sein 10-jähriges Jubiläum feiern konnte.

Zehn Jahre sind eine lange Zeit für ein einzelnes Spiel, vor allen wenn man es immer noch schafft, neue Spieler zu gewinnen; eigentlich einzigartig in der heutigen Videospielebranche. Es ist zumindest das einzige Spiel, welches seit Jahren steigende Spielerzahlen verzeichnet. Das liegt aber auch hauptsächlich dadran, dass CCP Eve ständig weiterentwickelt und das man sehr konkret auf die Wünsche der Fans eingeht, oder sich diese zumindest persönlich anhört.

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Nach Jahren auf verschiedenen Gamings-Events, groß, klein, selbstorganisiert oder teilgenommen, habe ich mich noch nie den Entwicklern eines Spieles so nahe gefühlt, so entspannt war die Atmosphäre, daß man eigentlich mit jedem reden konnte, der gerade Zeit für einen hatte, oder den man mal eben im Gang zwischen zwei Vorträgen treffen konnte.

Die Vorträge dieses Jahr waren auch nicht nur für Spielekenner interessant, mit der Reihe Making Eve Real hatte man auch ehemalige Astronauten und Wissenschaftler eingeladen, die über zukünftige Technologien faszinierende Einblicke liefern konnten. Nicht nur, daß über mögliche Weltraumfahrstühle referiert wurde, ebenso wurde über die mögliche Zukunft der Erreichung der Lichtgeschwindigkeit, oder auch über das Minen von Asteroiden Einblick gegeben. Am interessantesten waren aber in den meisten Fällen, die Fragen, die aus dem Publikum kamen.

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Die großen Ankündigungen dieses Fanfestes bezogen sich in erster Linie auf die beiden Hauptspiele, Dust 514 und Eve Online; ein weiteres Spiel, welches derzeit noch in Entwicklung ist, spielt in der Welt der Werwölfe und Vampire, der sogenannten World of Darkness, von der bisher aber noch nicht viele Einzelheiten bekannt wurden, aber jedoch schon einige erfolgsversprechende Einblicke gezeigt werden konnten. Man wird sich aber wohl noch ein paar Jahre gedulden müssen, bevor man das Spiel in den Händen halten kann. Und dann wird auch die Frage interessant, in wie weit man dieses MMO in die Welt um Eve einfügen könnte, oder wie ein eventueller Nachfolger in das Eve-Universum integrierbar ist.

Rein physikalisch wird man Dust 514 wohl auch erstmal nicht in den Händen halten können, aber alle Besitzer einer PS3 können sich jetzt schon die Open Beta runterladen und das fertige Spiel steht dann ab dem 14ten Mai auch zur vollen Verfügung, ebenfalls kostenlos. Für einen Free-to-play Shooter sieht der Titel schon ganz gut aus, aber zukünftige Erweiterungen werden folgen und das Spiel noch nahtloser in die große Eve-Welt einbinden. Auf dem Fanfest fand auch schon ein großes PvP-Turnier statt, in dem die Söldner in Dust 514 gegen Spieler in Eve Online antraten. Auch wenn beide Spielparteien dabei erstmal nur um eine Station in der Umlaufbahn des Planeten kämpften, ist der Gedanke, daß beide Spielarten im gleichen Universum, auf dem gleichen Server spielen können derart faszinierend, daß hier man auf Weiterentwicklungen ernsthaft hoffen kann.

Durch den Free-to-Play Ansatz, in dem Spieler in Dust 514 InGame-Objekte kaufen können, die allerdings weitestgehend kosmetischer Natur sind, wird dabei doch noch zusätzlich Geld in den Gesamtkreislauf des Universums gebracht, welches man sich sowohl in Eve, als auch in Dust über Aufträge erarbeiten kann. So wird das Spiel auch aus ökonomischer Sicht sehr interessant und die Interaktion der politischen InGame-Zusammenarbeit, für die Eve ja fast schon berüchtigt ist, könnte es schaffen ganz neue Skandale hervorzurufen.

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Die Erweiterungen und Neuerungen, die es in Eve geben wird, sind dann auch eher für hartgesottene Spieler von Eve Online interessant, und bieten neben neuen Schiffsmodellen, einer Umstrukturierung des Erscannens des Spieleuniversum, diversen neuen Animationen, hauptsächlich die Aussicht, das gesamte Spieleuniversum zukünftig auszubauen und eine Verschmelzung von Dust und Eve voranzutreiben.

Als wirkliche Überraschung durfte man noch einen kleinen Einblick genießen, den einige CCP-Programmierer, quasi in ihrer Freizeit, in den letzten sieben Wochen programmiert haben: einen kleiner Weltraum-Shooter im Eve-Universum für den Oculus Rift, dem ersten hochauflösendem VR-Helm mit Bewegungs- und Lagesensoren. Mit bis zu 6 gegen 6 Spielern, obwohl nach oben die Grenze wohl nur an der Anzahl der Headsets begrenzt ist, konnte man im Dogfight versuchen die Gegner zu vernichten. Eine wirklich einnehmende Spieleerfahrung die sehr viel Hunger auf mehr, aber auch besonders auf noch bessere Grafik machte.

Und in einem so übergreifendem Universum, mit einem sehr strategisch-politischen Ansatz mit Eve und mit Dust eher einem Casualspiel, mit dem man über die reine Anzahl der Spieler ein Söldnerheer erschaffen kann, mit dem man die Cooperations in Eve entweder bedienen, oder im besten Fall sogar selber beherrschen kann, bieten einen fast schon einzigartigen und sehr faszinierenden Ausblick, was mit diesem Spieluniversum möglich sein wird.

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Zusammenfassen in wenige Worte läßt sich dieses spannende Festival nicht. Aber die Stimmungen, die vor allen durch die Fans vermittelt wurden, das Szenario einer Veranstaltungshalle vor Gletschern und Bergen im Hintergrund und dem ersten Tag des Sommers in Island, an dem es nur wenig schneite, vermittelten ein so außerweltliche Stimmung, wie ich es bei noch keinem Spieleevent erleben durfte. Ich hoffe ich bin nächstes Jahr wieder dabei, auch wenn die Karten wieder bereits im Februar ausverkauft sind.

Wenn sich hier noch aktive Eve-Spieler einfinden, könnte man ja mal über das nächste Fanfest nachdenken, oder hat von Euch schonmal jemand dadrüber nachgedacht dort hinzufahren?


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