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Fantasy Filmfest: Cockneys vs. Zombies

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Da mein erster Zombie-Film des Festivals, Portrait of a Zombie, eine ziemliche Enttäuschung war, habe ich meine Erwartungen vor Cockneys vs. Zombies im Vorfeld ein wenig runtergeschraubt - völlig zu Unrecht, wie sich herausgestellt hat. Der Film ist ein riesiger Splatter-Spaß, mit tollen Charakteren und einer ernsten Message. Die wird gegen Ende vielleicht ein wenig zu sehr an die große Glocke gehangen, aber das war es dann auch schon mit negativer Kritik.


Die Brüder Terry und Andy Macguire haben schon einiges miteinander durchgemacht. Normalerweise bringt Andy Terry in Schwierigkeiten, in dem er sich mit Typen anlegt, die eine Nummer zu groß für ihn sind, und dann um Hilfe schreit, sobald er das merkt. Diesmal muss allerdings einem anderen Familienmitglied geholfen werden. Opa Macguire, Kriegsveteran und absolut rüstiger Rentner, lebt in einem Altersheim im Londoner East End. Er fühlt sich dort wohl und genießt den Alltag mit seinen gleichaltrigen Freunden, bis eines Tages beschlossen wird, das Heim zu schließen, und die Bewohner auf unterschiedliche Einrichtungen in London und
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Umfeld zu verteilen. Die Enkel wollen das auf keinen Fall zulassen und beschließen, eine Bank auszurauben, um an das Geld zu kommen. Mit von der Partie sind außerdem ihre Cousine Katy, Kleingangster Davy und der unberechenbar blutrünstige Waffennarr Mickey. Wie zu erwarten war, geht die Sache schief, doch gerade als die Truppe mit Geiseln im Gepäck die Flucht ergreifen will, sind schon alle Polizisten einer plötzlichen Zombie-Invasion zum Opfer gefallen. Nun gibt es also eine neue Gefahr, vor der der Großvater geschützt werden muss! Kurzerhand wird ein Doppeldecker-Bus geklaut und los geht die Fahrt zum Altersheim.


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Der deutsche Regisseur Matthias Hoene hat an der Filmhochschule in London studiert und den Ort als Setting für seinen ersten Langfilm offenbar als passend empfunden. Da ist er nicht der erste - vor „Cockneys vs. Zombies“ wurde die englische Hauptstadt bereits in „28 Days later“ und „Shaun of the Dead“ von Untoten heimgesucht und auch diesmal entpuppt sich der Kontrast von abgebrühten Engländern mit starken Nerven und fleischhungrigen Schlurfmonstern als sehr fruchtbar. Man kann nicht anders, als das verplante Verbrechergespann ins Herz zu schließen und die Szenen im Altersheim treiben einem vor Lachen die Tränen in die Augen. Der Film hinkt dem offensichtlichen Vorbild „Shaun of the Dead“ nicht einfach hinterher, er liefert seine ganz eigenen originellen Ideen. Wenn plötzlich untote Fußball-Hooligans aufeinander los gehen, als wäre nichts passiert, weiß man spätestens, dass diese „Zomcom“ gelungen ist .


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Honor Blackman, weltbekannt durch ihre Rolle als „Pussy Galore“ in Goldfinger, beweist, dass sie kein Fünkchen ihres (Achtung:Wortspiel) alten Charmes eingebüßt hat. Als furchtlose Rentnerin, die weiß, wie man mit scharfen Waffen umgeht, begeistert sie das Publikum, aber auch der Rest des etwas betagteren Casts steht ihr in nichts nach. Totgeglaubte leben länger - das trifft in Cockneys vs. Zombies sowohl auf infizierte Menschen, als auch für ins Altersheim ausgesonderte, ältere Mitbürger zu.


Ich habe während des Festival keinen Film gesehen, bei dem ein knallvoller Kinosaal mehr gelacht und mitgefiebert hat, und nach der Vorführung brach tosender Applaus aus. Regulärer deutscher Kinostart ist im November und den sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen.


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