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Fantasy Filmfest: Detention

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Die Probleme, die der Highschool-Abschlussball für amerikanische Teenager mit sich bringt, sowie eben dieses Event als beliebten Schauplatz für Serienmörder, haben in der Vergangenheit schon unzählige Filme erörtert. Regisseur Joseph Kahn wirft nun noch Zeitreisen und allerlei Pop-Referenzen mit in die Suppe und heraus kommt eine grelle Jugendkultur-Studie mit zu viel krempeligem Plot und etwas zu wenig Herz.


Der Anfang des Films ist noch sehr unterhaltsam: Wir treffen Taylor Fisher, selbst ernannte BITCH (Beautiful. Intelligent. Talented. Charismatic. Hoobastank), die uns in der herrlich überspitzen und bunt stilisierten Eröffnungssequenz als Albtraum einer jeden Mitschülerin und Mutter vorgestellt wird. Gerade als man anfängt, das egozentrische Miststück ins Herz zu schließen, wird ihr leider von einer vernarbten Abschlussball-Königin der Kopf abgeschlagen. Das war wohl nichts mit sympathischer Anti-Heldin.

Tatsächliche Protagonistin ist stattdessen Riley, die mit Gipsfuß den Bus
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verpasst und von ihrem Alkoholiker-Vater nicht zur Schule gefahren werden kann. Nun muss sie also selbst dorthin humpeln und wird auf dem Weg prompt von einem wenig bedrohlichen Hipster ausgeraubt. Da Riley nichts von Wert bei sich trägt, muss er sich wohl oder übel mit ihrem Ipod Shuffle begnügen - Absolut uncool. Rileys Tag wird nicht besser, als sie vom Football-Trainer zum Maskottchen ernannt wird und sich in der kategorischen Caféteria-Szene mit Tablett auf die Schnauze legt. Es folgt ein halbherziger Selbstmordversuch, der zum Scheitern verurteilt ist, erst recht als Riley ihren Lebenswillen wieder entdeckt, nachdem sie von der am Anfang gesehen Psycho-Killerin namens Cinderhella attackiert wird. Riley kann sie abschütteln und selbstverständlich wird jeder Hilferuf von ihr als peinliches Betteln um Aufmerksamkeit abgetan.


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Für Die Tribute von Panem-Fans könnte der Film interessant sein, denn die männliche Hauptrolle übernimmt der aus dem ersten Teil der Trilogie bekannte Josh Hutcherson. Er spielt den sympathisch coolen Jungen von nebenan, in den Riley offensichtlich seit langem verknallt ist. Er sieht in ihr aber nur eine Freundin und vergnügt sich lieber mit der dürren Cheerleader-Anführerin Ione. Dieser Status ist es allerdings nicht, was er an ihr mag, viel mehr teilt er ihren Retro-Filmgeschmack und glaubt in dem blonden Püppchen eine alte Seele zu erkennen. Den Grund dafür sollen wir schon bald erfahren, doch an dieser Stelle will ich nicht zu viel verraten.


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Die Retro-Obsession der heutigen Jugend und der vielleicht daraus resultierende Hipster-Trend scheint den Regisseur an der Geschichte am meisten interessiert zu haben und daher fügt sich das clever gewählte Motiv des Zeitreisens theoretisch gut in den Film ein. Als Regisseur von Backstreet Boys- und Britney Spears-Musikvideos ist Joseph Kahn in diesem Punkt auch ganz in seinem Element und ich und der Rest des Publikums haben bei einigen Referenzen herzhaft gelacht. Das ändert leider nichts an der Tatsache, dass besonders im letzten Drittel des Films zu sehr aus den Fugen gerät. Plötzlich heißt es Nachsitzen à la „The Breakfast Club“, sogar ein neuer spanischer Emilio Estevez-ähnlicher Mitschüler, der älter ist als alle anderen, sitzt auf einmal mit in der Runde. Cinderhella konnte man von Anfang an nicht wirklich als Bedrohung ernst nehmen, doch nun ist sie wieder da und das Morden geht weiter. Die Ereignisse überschlagen sich und plötzlich passiert so viel - und leider auch so viel dämliches - dass mir am Ende ziemlich egal war, wie die Sache ausgeht.

Insgesamt ist Detention ein stellenweise charmanter und für Josh Hutcherson-Fans sicher interessanter Film, der allerdings schnell wieder aus dem Kopf verschwunden ist.


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