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Fantasy Filmfest: Excision

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AnnaLynne McCord wurde durch die die TV-Serie „90210“ zum Teenie-Star und mit ihrem blonden Haar, dem dünnen Körper und ihrem puppenhaften Gesicht erfüllt sie diese Rolle perfekt. Mit ihrer Hauptrolle in „Excision“ hat sie nun wirklich etwas ganz außerhalb dieser Komfortzone gewählt und damit eine sehr mutige, und wohl bewusste Entscheidung getroffen, dieses Image hinter sich zu lassen. Zum Glück endet das nicht, wie bei vielen anderen Jungschauspielern, in einem möchtegern-provokanten Nonsens-Film, der nur dafür da ist, einen Rahmen für Blut und nackte Haut zu liefern. Excision ist ein großteils sehr packender Psycho-Thriller mit lustigen Zwischentönen.


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Das alltägliche Verhalten der 18-jährige Pauline ist nach Einschätzung ihrer Mutter als soziopathisch einzustufen. Die Schülerin hat keine Freunde, denn ihr seltsames Benehmen, ihr uncooler Kleidungsstil und ihre passiv-aggressive Art schrecken die anderen Jugendlichen ab. Pauline macht sich infolgedessen einen Spaß daraus, Salz in die Wunden ihrer Mitschüler zu streuen und lässt sich von niemandem unterkriegen, auch wenn die hübschen Mädchen der Schule das nur allzu gern versuchen. Auch in ihrer Familie hat sie einen schweren Stand. Die herrische Mutter kann ihren Hass für den schwachen Vater kaum verbergen und so hat auch Pauline schon lange den Respekt für beide von ihnen verloren. Mutters Augenstern ist die jüngere Schwester mit dem passenden Namen „Grace“. Grace ist hübsch, sanft und leider mit einem schweren Lungenleiden gestraft. Überraschenderweise kommen die Schwestern aber gut miteinander aus und Pauline macht sich große Sorgen um Graces Gesundheit. Sie selbst will später mal Chirurgin werden und übt schon fleißig an gefundenen toten Vögeln.


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Wenn Pauline mit ihrer Schwester spielt, wirkt sie fast wie ein „normales“ Mädchen, doch jede Nacht hat sie erotische Träume mit Leichen und wünscht sich, ihre Unschuld zu verlieren, während sie ihre Periode hat. Die Obsession für Blut könnte man noch als individuelle Nebenwirkung der Pubertät abtun, doch schon bald muss man sich ernsthaft fragen, ob Pauline die Grenze zur psychischen Krankheit vielleicht nicht doch längst überschritten hat.


Genau in diesem Punkt liegt die größte Stärke des Films. In seiner eigenen Einschätzung von Pauline wird der Zuschauer ständig hin- und hergerissen. Sie ist weder das typische Mobbing-Opfer, das dem Psycho-Terror nicht mehr stand halten kann und dessen Trauer irgendwann in Aggression umschlägt, noch eine offensichtlich psychisch Kranke, der man jederzeit alles zutrauen würde, weil man sich einfach nicht mit ihr identifizieren kann. Pauline hat definitiv ihre
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mehr als fragwürden Momente, besonders nachts, aber wir erleben auch ihre verletzliche Seite eines Mädchen, dass sich eine gesunde Schwester und die Akzeptanz ihrer Mutter wünscht. Entwicklungen in viele verschiedene Richtungen sind vorstellbar und wären nachzuvollziehen - und trotzdem wird man am Ende des Films noch einmal völlig überrascht.


Auch die anderen Darsteller geben eine überzeugende Leistungungen ab. Ariel Winter, bekannt aus Modern Family lässt spüren, dass sie ihre Schwester liebt und sich gleichzeitig für sie schämt. Traci Lords verkörpert authentisch eine Mutter, deren gestörtes Verhältnis zu ihrer Tochter und sich selbst, unter die Haut geht.

AnnaLynne McCords Mut zur Hässlichkeit und Annäherung an menschliche Abgründe werden mit einem überzeugenden Endprodukt belohnt.


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