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Fantasy Filmfest: Sushi Girl

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Ich bin kein besonderer Fan von Quentin Tarantino, muss aber trotzdem zugeben, dass er einige Talente hat. Nicht viele Regisseure setzen in ihren Filmen so einen starken Formwillen durch wie er, was bei seinem guten Gespür für Rhythmus, Komik, visuellen Stil und clever gestrickte Geschichten meistens zu sehr ansprechenden Ergebnissen führt. Es ist kein Geheimnis, dass er sich dabei sehr vom asiatischen Kino, beispielsweise Filmen wie „Lady Snowblood“ inspirieren lässt und diese Vorbilder in seinen Werken prominent referenziert. Trotzdem ist seine eigene Handschrift immer unverkennbar. Für Ken Saxton, den Regisseur von Sushi Girl, gilt das leider überhaupt nicht. Der Film wirkt auf mich, wie ein sinnloses Nacheifern von Tarantino, ohne eine Geschichte zu erzählen, die dessen ansatzweise würdig wäre. Sushi Girl ist ein ärgerlich brutaler Film, der zwar einige ganz gute Momente hat, den die Welt aber absolut nicht braucht.


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Ein Ganove, genannt Fish, kommt nach sechs Jahren aus dem Gefängnis. Wegen guter Führung wurde er vorzeitig entlassen - so glaubt er jedenfalls. Kaum hat er seinen ersten Schritt in Freiheit getan, wird ihm die Freude auch schon wieder verdorben, als er den Chauffeur des kriminellen Anführers des Verbrechens, für das er im Knast gelandet ist, auf dem Parkplatz warten sieht. Er wird in ein abgelegenes japanisches Restaurant gebracht, wo ihn schon der Rest der Verbrecher-Teams und eine, auf dem Esstisch liegende, nur mit Sushi bedeckte, Frau erwarten. Duke ist der Veranstalter des Treffens und bittet alle zu Tisch. Fish kann sich denken, worum es hier geht. Bei ihrem gemeinsamen Diamantenraub ging die Beute verloren. Zum letzten Mal gesehen wurden die Klunker in seiner Obhut und nun sind sich alle sicher, dass Fish sie um ihren Anteil betrogen hat. Dass der den Rest der Bande durch sein Schweigen vor dem Gefängnis bewahrt hat, heißt nicht, dass sie in ihrer Entschiedenheit, an die Informationen zu kommen, nun Gnade walten lassen.


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Mit Fish haben die Drehbuchautoren einen sympathischen Protagonisten geschaffen. Das macht es umso unverständlicher, dass er schon nach kurzer Zeit an einen Stuhl gefesselt und ungefähr eine halbe Stunde aufs absolut brutalste gefoltert wird, ohne dass dieses perverse Blutbad die Geschichte auch nur ein Stückchen weiter bringen würde. Ich gebe zu, dass der von Luke Skywalker-Darsteller verkörperte Crow und sein Kollege/Todfeind Max, für einige Lacher gut sind und zu Beginn generell ein spannende Konstellation darstellen. Das alles nützt aber nichts, wenn man dann auch diese beiden sehr schnell anfängt zu hassen, weil man sieht, was sie Fish antun. Ohne diese völlig übertriebene Brutalität hätte der Film eigentlich alle Vorraussetzungen erfüllt, um ein spannendes Kino-Erlebnis werden zu können. Die Grundidee ist nämlich wirklich gut und auch ein paar nette Twists sind dabei. Aber wenn Tarantino sich tatsächlich die Arbeit macht, und ellenlange, scheinbar sinnlose Dialoge zusammenschreibt, die in Wirklichkeit oft die Essenz der Geschichte sind, wurde das in Sushi Girl durch faule Folterei ersetzt. Es scheint, als hätten die Drehbuchautoren irgendwo nach 30 Seiten ihren Weg verloren und vergessen, wieso sie den Film eigentlich machen wollten. Enttäuschend für alle Beteiligten.


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