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Fantasy Filmfest: Vamps

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Ich habe generell eine sehr hohe Schmerzgrenze für Trash und die war bei Amy Heckerlings neuer Horror-Komödie Vamps auch absolut notwendig. Die Grenze wurde erreicht aber gerade so nicht überschritten, was zu einem sehr lustigen Kino-Erlebnis mit viel ungläubigem Augenrollen geführt hat.


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Die Vampir-Freundinnen Goodie und Stacy leben zusammen in New York, wo sie sich die Zeit damit vertreiben, in Diskos oberflächliche Männer kennen zu lernen und nebenbei ein bisschen zu studieren. Ihr Geld verdienen sie als Kammerjägerinnen, was sehr praktisch ist, weil die beiden sich nur von Ratten ernähren, die sich mit einem richtig platzierten Strohhalm sehr praktisch aussaugen lassen. Der Verzehr von Menschen ist bei kultivierten Vampiren verpönt und in einer Selbsthilfegruppe mit Wortführer Vlad Țepeș (dessen Vater Vlad Dracul im 15. Jahrhundert den Dracula-Mythos begründete) geben sich die Enthaltsamen gegenseitig Kraft, um mit ihrem alternativen Lebensstil in der modernen Gesellschaft überleben zu können. Damit hat vor allem Goodie ihre Probleme, denn obwohl sie es nicht zugibt, ist sie schon über ein Jahrhundert früher zum Vampir geworden, als ihre beste Freundin Stacy, die erst in den 80ern verwandelt wurde. Goodie kann nicht verstehen, wieso man lieber texten als telefonieren will, und wofür man alle paar Monate ein neues iphone braucht.


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Der Alltag der beiden gerät aus den Fugen, als sie sich verlieben. Goodie trifft eine alte Flamme aus einem anderen Jahrzehnt wieder, der in ihr die Tochter seiner ehemaligen großen Liebe zu erkennen glaubt. Stacy trifft eine noch schlechtere Wahl: Ihr Angebeteter trägt den Namen „van Helsing“ und das nicht nur zufällig. Sein Vater macht tatsächlich hauptberuflich Jagd auf untote Blutsauger und als Joey seine neue Freundin mit nach Hause bringt, wird prompt Knoblauchsuppe serviert. Zusätzlich macht ihnen die gemeinsame Erschafferin Cisserus, herrlich übertrieben gespielt von Sigourney Weaver, das Leben schwer. Denn die hat keineswegs ein Problem damit, Menschen auszusaugen und bringt mit ihrem rücksichtslosen Verhalten die ganze Vampir-Rasse in Gefahr. Sie muss also elimiert werden, doch das würde bedeuten, dass sich alle von ihr geschaffenen Vampire wieder in Menschen zurück verwandeln würden...


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Amy Heckerling und Alicia Silverstone haben sich schon bei der Teenie-Kult-Komödie „Clueless“ als tolles Duo erwiesen und es wird kein Zufall sein, dass die Regisseurin sich nun wieder für dieselbe Hauptdarstellerin entschieden hat. Denn Vamps ist nicht nur kompletter Klamauk. Auf die gewohnt selbstironische Art und Weise, beschäftigt sich Heckerling auch mit der Hollywood-Industrie und deren völlig unrealistischem Schönheitsideal. Mag sie das mit Clueless, wenn auch unfreiwillig, weil zu subtil, selbst noch bestärkt haben, zog sie dieses Phänomen schon 2007 mit der Komödie „Hauptsache verliebt“ durch den Kakao, in der Stacy Dash, die andere Hauptdarstellerin aus Clueless, in einer Sitcom seit etlichen Jahren einen Teenager spielt, obwohl sie in Wirklichkeit um die 30 ist. In Vamps wird das nun mit der zusätzlichen Komponente der Unsterblichkeit und somit ewigen Jugend auf die Spitze getrieben. Sigourney Weaver als Cisserus fragt ihre Schützlinge an einer Stelle, ob sie überhaupt wüssten, wie lange sie schon jung sei.

Später bemerkt Stacy: „Staying young is getting old“. Eine treffende Formulierung, die die Essenz des Films auf den Punkt bringt.


Abgesehen davon ist Vamps aber auch schlicht und einfach ein riesiger Spaß. Die trashigen Effekte und Referenzen zu verschiedenen Trends und Ereignissen des letzten Jahrhunderts sind herrlich anzusehen, wenn auch für das jüngere Publikum vielleicht nicht immer verständlich. Aber Vamps ist eben nicht wirklich was für Teenies, sondern eher ein Weckruf an diejenigen, die sich mit Mühe und Not immer noch als welche fühlen wollen.


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