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Fantasy Filmfest: Violet & Daisy

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Als ich klein war, wollte ich wie die meisten anderen Mädchen auch, zuerst Prinzessin und danach Tierärztin werden - bis ich "Léon - Der Profi" sah. Danach konnte ich mir nichts cooleres vorstellen, als ein Leben als Auftragskillerin. Bis heute hängt ein Poster der jungen Natalie Portman, mit Kuschelhase in der einen und Pistole in der anderen Hand, in meiner Wohnung. Ich könnte mir gut vorstellen, das Violet & Daisy einen ähnlichen Effekt haben könnte, auch wenn die Protagonistinnen etwas älter sind und der Film nicht ganz an Léon heran kommt.


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Wie der Titel schon sagt, geht es um Violet und Daisy (dt.: Veilchen und Gänseblümchen), zwei junge Auftragskillerinnen und außerdem seit drei Jahren beste Freundinnen und Mitbewohnerinnen. Wenn die beiden nicht gerade Gangstern das Licht ausblasen und ihnen anschließend auf den Bäuchen rumspringen, dass das Blut bis an die Decke spritzt, benehmen sie sich wie ganz normale junge Frauen. Sie erzählen sich Witze, feiern ihren Geburtstag zusammen und adoptieren ein Hundebaby.

Nachdem der letzte Job vor ihrem Urlaub problemlos über die Bühne gegangen ist, freuen sich die Mädchen auf eine wohlverdiente Zeit ohne Knarren und Kostüme. Doch schon einen Tag später ruft ihr Chef an, passenderweise gespielt von „Machete“-Darsteller Danny Trejo, und hat eine letzte Aufgabe für das Duo. Sie wollen ablehnen, bis ihnen auffällt, dass sie sich die neuen Kleider ihrer Lieblingssängerin Barbie Sunday nicht leisten können. Also nehmen sie ihn an, diesen letzten Auftrag - ein bekanntes Motiv und wir alle wissen, dass dabei etwas gehörig schief gehen wird.


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So kommt es dann natürlich auch. Die beiden stürmen die Wohnung eines älteren dicklichen Mannes, doch als sie ankommen, ist niemand da. Erschöpft schlafen sie schließlich auf dem Sofa ein und als sie wieder erwachen, sitzt ihr Opfer ihnen seelenruhig gegenüber, backt dann Kekse und möchte sich ein bisschen unterhalten. Davon abbringen, ihn zu töten, will er sie aber ganz und gar nicht. So was haben Violet und Daisy noch nicht erlebt. Ein Opfer, das spricht und noch dazu sehr sympathisch ist. Dass die meisten jungen Auftragsmörderinnen Probleme mit ihren Vätern haben, wird nicht überraschen und diesen wunden Punkt trifft Michael, bekannt als Tony Soprano aus der erfolgreichen Mafia-Serie „Die Sopranos“ leider genau ins Schwarze, denn auch er hat ein schwieriges Verhältnis zu seiner Tochter.

Nun entsteht ein interessantes Kammerspiel in Michaels Wohnung, voll mit persönlichen Konflikten, Erkenntnissen von Abhängigkeiten und natürlich auch einer guten Portion makaberem Humor: So tanzen die Mädchen zum Beispiel den „Innere-Blutungs-Tanz“, duschen auf einem Leichenberg und rutschen auf frischen Blutspuren durchs Badezimmer - das macht einfach Spaß!


Wenn junge Frauen Knarren tragen, geht es in der Regel um das Motiv von Schuld und Unschuld. Das ist auch hier der Fall und Alexis Bledel und Saoirse Ronan verkörpern ihre Rollen sehr gut. Saoirse hat ja bereits letztes Jahr in „Wer ist Hanna?“ Erfahrungen als jugendliche Killermaschine gesammelt und obwohl der Film auch einiges für sich hat, überzeugt sie in Violet and Daisy mehr. Der Regisseur Geoffrey Fletcher hat interessante und vielschichtige Charaktere entwickelt und auch wenn Alexis Bledel, bekannt aus Gilmore Girls nicht ganz mit dem Naturtalent Ronan mithalten kann, füllt sie doch ihre Rolle als erfahrenere und verletztere der beiden toll aus. Dass in Wirklichkeit 15 Jahre zwischen den Schauspielerinnen liegen, sieht man ihnen zum Glück nicht an.

Der Film mag an ein paar Stellen ein wenig zu lang sein und ein paar Klischees bedienen, doch alles in allem ist er spannend und emotional anzusehen und hat definitiv Kult-Potenzial.


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