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Der Sommer bringt wie immer große Blockbuster mit sich und es sieht ganz so aus, als könnte diesmal DC die Nase vor Marvel haben. Es sei denn, ich werde überrascht und ihr interessiert euch tatsächlich für den 10000sten Spider-Man? Ansonsten gibt es was für Herz, Sensationslust und Zwerchfell. Natürlich nichts für den Kopf, es ist Sommer!

Wonder Woman

Wonder Woman (German Trailer 1)02:39

Wonder Woman (German Trailer 1)

Kinostart: 15.06.2017
Regie: Patty Jenkins
Darsteller: Gal Gadot, Chris Pine, Robin Wright

Lange hat es gedauert, bis es Diana Prince wieder solo auf die Leinwand geschafft hat. Doch es scheint tatsächlich, als hätte sich das Warten diesmal gelohnt. Mein Herz hat sich wieder erholt, seit Buffy-Mastermind Joss Whedon vor zehn Jahren von seinem Passion Project gejagt wurde, weil dem Studio sein Drehbuch zu düster war. Nach einer Dekade bin ich bereit für einen neuen Ansatz und außerdem hat Joss der Film sehr gut gefallen – mehr muss ich hier eigentlich nicht schreiben. Ha, mache ich aber, denn ein paar Fakten will ich euch doch nicht vorenthalten. Wie zum Beispiel die Tatsache, dass dies der erste Superhelden-Film mit weiblicher Protagonistin seit dem eher missglückten Electra ist, und dazu das beste US-Startergebnis für einen von einer Frau inszenierten Film aller Zeiten eingespielt hat. Neben der exzellenten Wahl der Hauptdarstellerin war es sicher auch eine gute Entscheidung, die Handlung vom Zweiten in den Ersten Weltkrieg zu verlegen, sowohl aus stilistischen, als auch politischen Gründen. Was ist das für eine grandiose Szene, in der Diana und Steve Trevor von der paradiesischen Amazonen-Insel ins wundervoll abgewrackte London der 1910er Jahre einfahren. International hat Wonder Woman schon abgeräumt, sowohl an den Kinokassen als auch, und das ist ja eine Premiere fürs DC Extended Universe, auch bei Kritikern und Fans. Beste Vorzeichen!

Loving

Loving - Trailer02:20

Loving - Trailer

Kinostart: 15.06.2017
Regie: Jeff Nichols
Darsteller: Ruth Negga, Joel Edgerton

Vor knapp hundert Jahren lebte in Virginia, USA, ein Paar, dessen Liebe gegen das Gesetz verstieß und, wäre das nicht schon filmwürdig genug, mit Nachnamen auch noch „Loving“ hieß. Als die afroamerikanische Mildred schwanger wurde, reiste sie mit ihrem weißen Partner Richard Loving nach Washington, wo sogenannte „Mischehen“ erlaubt waren. Die beiden heirateten, doch als sie in ihre Heimat zurückkehrten, wurden die beiden prompt verhaftet und schließlich aus dem Staat verbannt. Jahre später zogen die Lovings aber vor Gericht und stießen einen historischen Prozess an. Diese Geschichte erzählt Jeff Nichols in Loving nach – relativ konventionell aber nichtsdestotrotz sensibel und emotional. Natürlich ist die Geschichte so hemmungslos romantisiert, wie man es nur unter dem Deckmantel der wahren Begebenheit bringen kann. Aber die beiden Hauptdarsteller bewahren uns mit ihrem doch ziemlich feinsinnigen Spiel vor dem endgültigen Kitschabsturz. Zyniker sollten trotzdem lieber fernbleiben. Aber alle, die auch nur ein fitzelkleines Plätzchen für Liebe und Romantik in Herz, Seele, oder wo auch immer bei sich freihaben, werden wahrscheinlich ein bis zehn Tränen verdrücken, oder zumindest ein paar Mal tief durchatmen und das Kino etwas optimistischer verlassen, als sie es betreten haben.

Die Verführten

The Beguiled (German Trailer 2)02:19

The Beguiled (German Trailer 2)

Kinostart: 29.06.2017
Regie: Sofia Coppola
Darsteller: Kirsten Dunst, Nicole Kidman, Colin Farrell

Sofia Coppola ist zurück und beweist mit Die Verführten, dass der doch eher mittelmäßige Bling Ring 2013 nur ein Ausrutscher in ihrem sonst ausnahmslos großartigen Werk war. Der Film hatte vor ein paar Wochen in Cannes Premiere und das zum Glück nicht nur, damit Kirsten Dunst, Elle Fanning und Nicole Kidman über den roten Teppich laufen: am Ende gewann Coppola die Goldene Palme für die beste Regie. Die Geschichte spielt Mitte des 19. Jahrhunderts in einem Mädchenheim, wo plötzlich ein schwer verwundeter Bürgerkriegssoldat aus feindlichem Gebiet auftaucht. Die Leiterin des Heims lässt sich überzeugen, ihn zu pflegen und zu verstecken. Doch es dauert nicht lange, bis mehrere Mädchen und Frauen romantisches Interesse an dem Patienten entwickeln. Und bald ist Farrell als begehrter Hahn im Korb so gar nicht mehr zu beneiden ... Schon 1971 gab es eine Verfilmung des Romanstoffes, mit Alpha-Macho Clint Eastwood in der Hauptrolle. Auch wenn die Geschichte weitgehend gleich bleibt, hat Coppola so ziemlich das Gegenteil daraus gemacht: Ein feministisches Kammerspiel, das zwar spannend und immer wieder auch dramatisch, vor allem aber voll mit dem für die Regisseurin typischen schwarzen Humor ist.

Girls' Night Out

Girls' Night Out - Trailer02:03

Girls' Night Out - Trailer

Kinostart: 29.06.2017
Regie: Lucia Aniello
Darsteller: Scarlett Johansson, Zoë Kravitz, Kate McKinnon

Scarlett Johansson verlässt ihre Heldinnen-Blockbuster-Blase und zeigt nach Don Jon mal wieder ihr komödiantisches Talent. In Girls' Night Out spielt sie eine zukünftige Braut, die mit ihren besten Freundinnen aus der Schulzeit zehn Jahre später noch mal ein feines Storno-Wochenende verbringen möchte, um ihre Junggeselligkeit zu feiern. So weit, so austauschbar und auch der Twist, dass die Ladies bald versehentlich einen Stripper umbringen, macht den Film noch nicht unbedingt zu mehr als dem typischen Sommer-Klamauk. Das tun allerdings die großartigen Dialoge und szenische Komik von Regisseurin Lucia Anello, die sich bisher vor allem durch ihre Mitarbeit an der fantastischen Sitcom Broad City einen Namen gemacht hat. Und natürlich ist der Cast exzellent ausgewählt, angefangen bei der talentierten, wenn auch bisher eher Drama- und Action-erprobten Zoë Kravitz, über Scarlett, hin zu Kate McKinnon, die schon erheblich zur Erträglichkeit des Ghostbusters-Remake beigetragen hat. Und tatsächlich zieht schlicht immer noch der Überraschungseffekt, der entsteht, wenn Frauen ungeniert saufen, fluchen, fummeln und was man als älterer Herr noch so als ordinär bezeichnen könnte. Was nur bedeuten kann, dass wir mehr davon brauchen. Girls' Night Out ist außerdem seit 20 Jahren die erste Komödie für ein volljähriges Publikum, bei der eine Frau Regie führte, und also schon deshalb ein historisches ... Kultur-Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte!

Spider-Man: Homecoming

Spider-Man Homecoming (German Trailer 2)02:23

Spider-Man Homecoming (German Trailer 2)

Kinostart: 13.07.2017
Regie: Jon Watts
Darsteller: Tom Holland, Zendaya, Marisa Tomei

Als neues Marvel-Event darf Spider-Man: Homecoming in dieser Liste natürlich nicht fehlen. Aber dass mich der Film deshalb auch jenseits seiner Weiterführung der 3. Phase des MCU interessieren würde, kann ich leider trotzdem nicht behaupten. Zu sehr haben dann doch der letzte Teil der Spider-Man-Trilogie und The Amazing Spider-Man genervt, als dass man dem Spinnenmann noch wirklich offen gegenübertreten könnte. Auch wenn die neue Interpretation der Figur und ihrer Rolle im Cinematic Universe zugegeben bisher ganz ansprechend ist. Als Super-Frischling ist Peter Parker ein angenehmer Kontrast zu den übermächtigen Avengers und ihren Gegnern. Und die Beziehung zu seinem Mentor Tony Stark kann ein wenig über die Abwesenheit von Bruce Banner hinwegtrösten. Dazu wird immerhin nicht schon wieder Spideys Origin Story erzählt. Aber auch die Probleme, die sich beim Spagat zwischen Teenager- und Heldenleben ergeben, wurden uns in der Vergangenheit eigentlich schon zur Genüge präsentiert. Spider-Man: Homecoming soll wohl in erster Linie sicherstellen, dass die junge Teenie-Generation ans Marvel-Franchise gebunden wird. Das mag dem Film einigermaßen charmant gelingen, viel mehr steht allerdings nicht zu erwarten.

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