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Weihnachten und Neujahr in Japan

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Weihnachten Neujahr Anime.jpg

メリークリスマス oder auch Mehri Kurisumasu liebe Wikianer, wie der Japaner sagen würde! Nachdem wir Anfang des Jahres einen Blick auf den japanischen Valetinstag und White Day geworfen haben, wird es heute besinnlich auf ostasiatische Art, denn in Japan haben Weihnachten und Neujahr einen ganz anderen Stellenwert als hier in Deutschland. Das kann man auch in so manch einer Anime-Episode sehen.

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Weihnachten Kuchen K-on.jpg

Die Weihnachtszeit verläuft in Japan ganz anders als bei uns in Deutschland oder generell den christlich geprägten Ländern. In Japan leben gerade einmal 1-2% Christen, der Rest der Bevölkerung gehört eher dem Shintoismus oder Buddhismus an.

Die weihnachtliche Tradition ist aber teilweise auch nach Japan geschwappt und hat sich über die Zeit etwas etabliert. Weihnachten ist dort weniger ein Familienfest, Heiligabend verbringen Paare meist zusammen in einem Restaurant und beschenkt werden nur die Kinder. Vielmehr ist die Adventszeit von den Vorbereitungen des Jahresendes geprägt, dazu aber später mehr.

Weihnachtskuchen

Ein besonderes Highlight und gern gesehenes Geschenk ist an Weihnachten der Kurisumasukēki (aus dem englischen Christmas Cake) – die Weihnachtstorte. Dieser muss nicht unbedingt selber gebacken werden, sondern kann ohne Probleme in verschiedenen Varianten erworben werden. Klassischerweise sieht man ihn häufig dekoriert mit ganzen Erdbeeren, er ist jedoch immer mit einer weißen Creme ummantelt und gefüllt. Wer Lust hat, diese japanische Tradition (von der viele Japaner scheinbar denken, dass sie aus Deutschland kommt) auch einmal nachzubacken, der kann sich ja mal an einem einfachen Rezept ausprobieren:

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  1. Man fertigt einen einfachen Biscuitteig an und lässt diesen fluffig und hoch aufbacken.
  2. Diesen kann man dann der Länge nach aufschneiden und daraus zwei (oder je nach Höhe) auch mehrere Böden schneiden. Hier hilft ein langes, scharfes Messer ohne Zähne oder ein Faden, mit dem man durch den fertigen Boden „sägen” kann.
  3. Für eine richtig sahnige Creme einfach steif geschlagene Sahne und Mascarpone nach Wunsch vermengen. Für den besseren Halt kann man die Sahne vorher mit Sahnesteif anrühren. Wer mag, kann die Creme noch aromatisieren. Ein Schuss Kokosmilch, Amaretto oder Vanille-Aroma verfeinern die Creme. Die Masse dann für eine Weile kalt stellen.
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  1. Nachdem die Creme fest geworden ist, kann sie auf den Böden verteilt werden. Dafür eine Hälfte für den „Belag” nehmen, die anderen Hälfte mit einem Löffel oder langen Messer um den Kuchen herum gleichmäßig verteilen.
  2. Bei der Deko sind schöne große Erdbeeren ein Hingucker, wer aber wegen der Jahreszeit auf die Exoten verzichten will, kann auch Schnee in Form von Kokosflocken auf den Kuchen streuen oder jedes andere Obst (oder Gummibärchen, oder Keksstreusel oder oder oder) als Dekoration verwenden.


Sitten & Bräuche

Für die Geschenke ist Santa-san zuständig, alternativ auch der japanische Gott des Glücks Hoteiosho. Tatsächlich spielen Geschenke an Weihnachten aber nicht so eine große Rolle wie bei uns in den westlichen Gefilden. Außerdem ist es an Weihnachten sehr beliebt, Hähnchen zu servieren. Dafür „verantwortlich” ist die Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken, welche mit penetranter Werbung für ihr alljährliches Weihnachts-Buffet wirbt. Für große Festmähler zu Hause bleibt in der Regel keine Zeit, den Heiligabend ist in Japan ein regulärer Arbeitstag ist und die meisten Japaner besitzen keinen Backofen, um Plätzchen oder Truthähne (oder andere klassische, westliche Weihnachtsmenüs) zuzubereiten.

Weihnachten in Anime-Episoden

In unzähligen Specials findet Weihnachten auch in Anime-Episoden Erwähnung. Oft vermischt sich das Thema aber auch mit den Feiern rund um den Jahresabschluss. Beide Festlichkeiten sind in Japan nicht sehr scharf getrennt, da sie sich auch zeitlich überlappen.

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Shogatsu – Die Feiertage

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Die Neujahrsfeier und die damit verbundene Vorbereitungszeit zum Ende des Jahres ist klar die größte Feierlichkeit in Japan. Alle Städte sind geschmückt, es finden Feste auf den Straßen statt. Man findet sich gemeinsam in den Schreinen zum Beten ein, oder besucht Familien und enge Bekannte. Es wird zusammen viel getrunken und gegessen und man verbringt besinnlich die Zeit miteinander.

  • Omisoka (31. Dezember): Am letzten Tag des Jahres wird traditionell noch einmal die ganze Wohnung sauber gemacht und dekoriert und man trifft sich entweder mit der Familie zu einem gemütlichen Zusammensein, oder geht mit den Arbeitskollegen zu sogenannten Vergiss-das-Jahr-Partys, die sogenannte bônenkai, um das alte Jahr hinter sich zu lassen und das neue zu begrüßen. Abends isst man meist Suppe mit langen Buchweizennudeln, die toshi-koshi soba, welche man mit Jahreswechsel-Nudeln übersetzen könnte. Kurz vor Mitternacht besucht man dann die Shintoschreine und beendet das Jahr zum Klang der Silvesterglocken, welche 108 mal schlagen. In dieser Nacht wird das alte Jahr verabschiedet und das neue mit guten Wünschen und Gebeten empfangen.
  • Ganjitsu (1. Januar): Am ersten Tag des neuen Jahres isst man traditionell Kagami mochi. Dies sind kleine Reiskuchen, welche unterschiedlich gefüllt sein können und jedes Jahr aufs neue für Schlagzeilen sorgen. Durch ihre klebrige Konsistenz soll es vorkommen, dass gerade kleine Kinder und alte Leute an der Süßspeiße ersticken. Dabei schmecken Mochi ganz fabelhaft und wahrscheinlich handelt es sich bei diesen Geschichten eher um Einzelfälle.

Auch an den folgenden beiden Tagen feiert man in Japan das neue Jahr, versendet die Neujahrsgrußkarten und vergnügt sich auf Straßenfesten, wo zum Beispiel das kingyo-sukui-Spiel sehr beliebt ist. Dabei versucht man mit einem kleinen Papierfächer, Goldfische aus dem Wasser zu angeln.


Die westliche Art, Weihnachten zu feiern, ist doch schon tief in uns verankert, aber es wäre sicherlich auch mal sehr spannend, Neujahr auf japanische Art zu feiern! Gerade die Straßenfeste und die Andachten in den Shintoschreinen sind bestimmt eine tolle Erfahrung! Immerhin bekommt man Klebereiskuchen auch in Deutschland schon (oder kann sie ganz leicht selber machen) und kann mit einem prachtvollen Weihnachtskuchen bestimmt auch viele Leute begeistern. Was haltet ihr von den Traditionen? Habt ihr jetzt auch Lust, Silvester mal in Japan zu verbringen?


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